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BNE an der Grundschule Schlierbach

Zukunft gestalten – heute für morgen

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Bereits 1992 haben Vertreter aus 178 Ländern auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro das Thema „nachhaltige Entwicklung“ zu einer der wichtigsten globalen Herausforderungen für die Zukunft erklärt. Bildung spielt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle.

Seit 2002 ist die Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit der Intention ausgerufen, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bildungsbereichen zu verankern. Jeder soll sich das Wissen, die Fähigkeiten, Werte und Einstellungen aneignen können, die erforderlich sind, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Bildung befähigt zur Gestaltung von politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Veränderungen.

Auch die Betreuungs- und Kindertageseinrichtungen von päd-aktiv verstehen sich als Orte, in denen Bildung für nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle spielt. Für uns bedeutet es, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, sich spielerisch mit zukunftsrelevanten Themen und Fragestellungen zu beschäftigen, ihnen Raum zu geben, selbst Verantwortung zu übernehmen und ihr unmittelbares Lebensumfeld im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitzugestalten.

An der Grundschule Schlierbach finden folgende Angebote im Rahmen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung statt:

  • Wir haben Blumen, Kräuter und Gemüse angepflanzt. Die Blumen wurden aus Zwiebeln gezogen, damit sie jedes Jahr neu treiben und nicht immer wieder neues Saatgut benötigt wird.
  • Wir haben zu Weihnachten Kränze gebunden. Hierfür wurde ein Baum gefällt, der vollständig genutzt wurde. Außerdem wurde die Problematik von gezüchteten Weihnachtsbäumen angesprochen
  • Wir haben im vergangenen Schuljahr Schmetterlinge gezüchtet (Raupen kann man sich schicken lassen), die dann ausgesetzt wurden. Hier wurde auch thematisiert, weshalb es immer weniger Insekten gibt und warum man nicht jede Schmetterlingssorte bei sich zuhause aufziehen darf.
  • Basteln mit Müll/Recycling-Projekte: z.B. Vogelhäuser aus Getränkekartons.
  • Basteln mit Naturmaterialien.
  • Wir bevorzugen nach Möglichkeit regionales Essen (Philosophie von vit).
  • Unterstützung des Schulflohmarkts (Freundeskreis).
  • Offene Arbeit als Teil der Partizipation der Kinder: Kinder können entscheiden, was sie im Freispiel spielen wollen und ob sie ein Angebot nutzen wollen. Angebote werden an Wünsche der Kinder angepasst.
  • Gelebte Demokratie und Partizipation (gemeinsame Regeln, die mit Kindern erarbeitet wurden, offene Arbeit – die Kinder entscheiden, wie sie ihr Freispiel gestalten; Abstimmung und Einsicht in Rotationsprinzip bei „beliebten“ Ecken; Kinderkonferenz, Streitschlichter-AG)
  • Einübung von Rücksicht und Toleranz (Gespräche, Streitschlichter, Reflexion).
  • Kinder bringen Themen ein, die sie bewegen (z. B. Flüchtlinge, Kinderrechte…).
  • Gesundheitserziehung/Körperwahrnehmungsangebote.
  • Angebote zu Meditation und Entspannung.
  • Anregung zur Selbstreflexion in Gesprächen oder Angeboten (z.B. Streitschlichter, Kunstprojekt: Collagen zum Thema „Wer bin ich jetzt?“).
  • Kinder der GTB haben in Kinderkonferenz beschlossen, dass sie den Imbiss mitbestimmen wollen. Hierfür wurden im Vorfeld gemeinsame Regeln festgelegt (z. B.: 2x pro Woche Gemüse). Jede Woche dürfen zwei Kinder einen Plan erstellen unter Berücksichtigung noch vorhandener Lebensmitteln und Aspekten der Nachhaltigkeit (Saison, Regional, Kosten, Ausgewogenheit …).
  • Aufzeigen von Möglichkeiten umweltbewussten Handelns (Brotboxen, Trinkflaschen).
  • Elterngespräche als Teil der Wahrnehmung des Kindes und der Zusammenarbeit mit den Eltern.
  • Teambildende Spiele.
  • Patenschaften in der GTB: größere Kinder übernehmen Patenschaft für neue Erstklässler und helfen ihnen in der Eingewöhnungszeit.
  • Projekt und Wettbewerb zu Kürbis (Größe und Gewicht musste geschätzt werden, Kürbis wurde zum Laternenumzug ausgehöhlt und geschnitzt, parallel wurde Kürbismarmelade gekocht, die im GTB-Imbiss genutzt wird)
  • Feste in der GTB: Sommerfest, Winterfest
  • Übernachtung (Wunsch und Entschluss der Kinder in der Kinderkonferenz)