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Anerkennungspreis für nachhaltige Präventionsarbeit
Auszeichnung für die päd-aktiv – Schulsozialarbeit an der Grundschule Emmertsgrund.

Im Dezember 2018 erhielt die Grundschule Emmertsgrund einen der Heidelberger Präventionspreise aus den Händen von Prof. Dr. Eckart Würzner. Damit wurden das  Gewaltpräventionskonzept der Schulsozialarbeit sowie die langjährige Kooperation mit zwei Hauptpreisträgern gewürdigt. Die Basis bildet ein Sozialtrainingscurriculum, das von den Schulsozialarbeiter*innen selbst in 16 – 18 Einheiten in jeder Klasse durchgeführt wird. Die Vermittlung und Erprobung sozialer Fertigkeiten und Kompetenzen ist altersstufenspezifisch und erlebnispädagogisch ausgerichtet und findet zumeist auf einer spielerischen Handlungsebene statt. Die Regelmäßigkeit dieses Angebots während der gesamten Grundschulzeit befördert den Transfer und die Verankerung der Inhalte im schulischen Alltag. Zudem besteht ein kontinuierlicher Kontakt zu allen Schulkindern und Klassenlehrer*innen. Dieser ermöglicht auch die Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung der Kinder und ist somit Basis für weiterführende Förderangebote
und Einzelfallhilfen der Schulsozialarbeit.

Ergänzend dazu wird seit 18 Jahren immer im Januar das Marionettentheater „Troll Toll“ an die Schule geholt, wo mittlerweile alle 2. – 4. Klassen in den Genuss der wunderbaren, von Hanne Heinstein inszenierten und gespielten Präventionsstücke kommen und von den Kindern begeistert aufgenommen werden. Die Inhalte der verschiedenen Stücke werden in den Sozialtrainingsstunden vor- und nachbereitet und teilweise in Rollenspielen vertieft. Finanziert werden die Aufführungen über die Kommunale Kriminalprävention und dem Freundesund Förderkreis der Schule. Seit 17 Jahren besteht die Zusammenarbeit mit Genderexperten der beiden Organisationen fairmann gUG und dem Lucca e.V. in Form der jährlich stattfindenden zweitägigen Mädchen– und Jungs–Workshops für alle 2. – 4. Klassen an der Schule. Unter Gesichtspunkten der geschlechtsspezifischen Gewaltprävention beschäftigen sich die Mädchen und die Jungen einer jeden Klasse getrennt, unter Anleitung der Trainer*innen mit Themen wie z.B. die eigenen und die Grenzen anderer erkennen und akzeptieren, partnerschaftlichen Umgang pflegen, Umgang mit Wut und Enttäuschung. In der letzten Stunde erfolgt eine Zusammenführung der beiden Gruppen, in der gegenseitig einige Übungen vorgestellt werden und auch noch ein gemeinsames Spiel durchgeführt wird. Im Anschluss daran findet immer noch eine gemeinsame Auswertung mit den Trainer*innen, den Klassenlehrer*innen und der Schulsozialarbeit statt. Die Erkenntnisse und Inputs werden thematisch im Sozialtrainingscurriculum und im Unterricht aufgegriffen. Somit gelingt es der Schulsozialarbeit und der Schule, auch gemeinsam mit externen Kooperationspartnern, ein kontinuierliches untereinander vernetztes und damit nachhaltiges Gewaltpräventionsprogramm umzusetzen, unter dem Motto: „Bildung, Betreuung und Erziehung sind von Anfang an als nachhaltige Interaktionsaktionsprozesse zu denken und zu
gestalten“.